Islamisches Kairouan

aghlabidenbecken

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altstadt_kairouan

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bassin_der_aghlabiden

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gebeetssaal_grosse_moschee_kairouan

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grosse_moschee

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grosse_moschee_gebetssaal

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grosse_moschee_saeulen

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halal_schlachter_kairouan

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hand_fatimas

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innenhof_mausoleum_balawi

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kairouan_grosse_moschee

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kairouan_kamelmarkt

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kamelmarkt_kairouan

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mausoleum_abu_zama_al-balawi

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mausoleum_sidi_abid_al-ghariani

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metzger_kairouan

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minarett_grosse_moschee

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minarett_souvenirs

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moschee_drei_tore

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moschee_drei_tueren

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pascha_haus_innen_hof

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pascha_haus1

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pascha_haus2

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saeulen_grosse_moschee

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stadtmauer

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trois_portes

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weisse_kuppel

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Kairouan wurde 670 n. Chr. als erste islamische Stadt im Maghreb gegründet und zählt heute zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie ist nach Mekka, Medina und Jerusalem die vierte heilige Stadt des Islam.

Die strategisch günstige Ortslage, auf halbem Weg zwischen den Byzantinern an der Küste und den feindseligen Berbern in den Bergen, erlaubte es der Stadt beiden Feinden Widerstand zu leisten und in 50 Jahren nach Westen hin bis zur Atlantikküste siegesreich vorzudringen.

Besonders im 9. Jahrhundert, als Kairouan ab 800 n. Chr. zur Hauptstadt der mächtigen Aghlabidendynastie aufstieg, gelangte es zu Ruhm und übte Einfluss über die Grenzen Ifriqiyas hinweg auf einen großen Teil des Maghreb und des westlichen Mittelmeerraums aus. Zu dieser Zeit zählte die Stadt etwa 10.000 Einwohner. Sie verfügte ferner über mächtige Schutzmauern und Souks mit reichhaltigem Angebot von handgefertigten, einheimischen Produkten, wie Glaswaren, Keramik oder Gewebe, und Waren aus fernen Ländern, wie Andalusien, Ägypten, Syrien, Irak und China. Am Schnittpunkt der Hauptverkehrsadern errichtete Okba Ibn Nafaa eine große Moschee, die genau so wie die in Bagdad – Hauptstadt der Abbassiden – höchstwahrscheinlich rund war. 736 n. Chr. ließ Prinz Ziyadat Allah große Bauarbeiten an dieser Moschee vornehmen, um sie durch entsprechende Größe und Gestalt auf die Höhe der geistigen und kulturellen Rolle der Hauptstadt des Königreichs zu bringen. Hier lebten bedeutende Gelehrte, die sich sowohl in religiösen als auch profanen Wissenschaften – hauptsächlich der Medizin – hervortaten. Angeführt werden als Beispiele hierfür der Imam Sahnun (gestorben 852 n. Chr.), Begründer der Malikitenschule in Ifriqiya und berühmter Jurist des islamischen Westens, ebenso wie Isaac Ibn Omrane aus Bagdad und Isaac Ibn Sulayman aus Ägypten, Begründer der medizinischen Schule Kairouans, die hundert Jahre später mit den Werken des berühmten Ibn Al-Jazzar zu Ruhm gelangte.

Was Kunst und besonders Baukunst anbetrifft, so sind Meisterwerke immer noch erhalten, denen eine große Bedeutung in der islamischen Kunstgeschichte beigemessen wird. Besonders hervorzuheben ist der Gebetssaal der Großen Moschee, der jenem in der Ommeyyadenzeit in Medina entworfenen Vorbild folgt. Geschmückt ist der Mihrab mit geschnitzten, durchbrochenen Marmorplatten, metallisch schimmernden Fayence-Kacheln und einer mit Rebeblattwerk verzierten Kalotte. Der Minbar aus Teakholz ist kunstvoll geschnitzt. Die  robuste, pyramidenförmige Minarett der großen Moschee diente allen Minaretten im islamischen Westen zum Vorbild.

Neben der Großen Moschee zeigt die kleine Moschee Ibn Khayruns (866 n. Chr.), die vielmehr als “Moschee der drei Tore” bekannt ist, mit ihrer geschnitzten, verziehrten Fassade eines der reichhaltigsten Register islamischen Kunstgewerbes.

Aufgrund ihrer eindrucksvollen Größe gehören die 862 n. Chr. erbauten Aghlabidenbecken zu den ältesten und bekanntesten Wasserwerken der Welt. Die Bassins sammelten und reinigten das Regenwasser, bevor die Stadt mit frischem Wasser aus dem Atlasgebirge versorgt wurde.

Die Altstadt Kairouans, di enach der politisch-wirtschaftlichen Dekadenz (ab der Mitte des 11. Jhs) zur Hochburg der Geitlichkeit aufstieg, besitzt immer noch eine große Anzahl von Gebetsstätten und Heiligtümern. Von weit her erblickt der Besucher weißgekalkte Kuppelbauten, die sich vom flachen Stadtbild mit deiner Ringmauer aus ockergelben Backsteinen abhebt.

Aufgrund dieser Überreste aus verschiedenen Epochen lässt sich die Geschichte der islamischen Stadt von ihrer Hochblütte bis zu ihrem Verfall hin nachvollziehen, d.h. bis zur Verlegung der Hauptstadt nach Mahdia (Anfang des 10. Jhs.), dann nach Tunis (Anfang des 13. Jhs.).

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