Amphitheater von El Jem

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tribuenen_panorama_el_jem

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Das Amphitheater von Thysdrus (der alte Name von El Jem oder El Djem) ist ca. 1.800 Jahre alt (3. Jh. n. Chr.) und gehört zu den letzten Monumenten der Römerwelt, die auf diese Art gebaut wurden. So konnte der Architekt alle in diesem Gebiet während dreieinhalb Jahrhunderte erworbenen Erfahrungen ausnutzen. Es ist 148 Meter lang, 122 Meter breit und mit drei Stockwerken 36 Meter hoch, und war damit mit ca. 35.000 Zuschauern das drittgrößte Theater im Römischen Reich. Die mit Löwengruben und Gefangenenzellen unterkellerte Arena misst 65 mal 39 Meter.

Die Errichtung des Amphitheaters und seine Spektakel, wie Gladiatorenkämpfe und Zirkusspiele, waren äußerst kostspielig. Die Würdenträger und Einwohner von Thysdrus verfügten jedoch über die finanziellen Mittel, um diese hohen Aufwendungen auf sich zu nehmen und ihr eigenes Theater, für alle Einwohner, zu bauen. Die Händler von Thysdrus konnten aufgrund der verkehrsgünstigen Lage ihrer Stadt einen Welthandel mit Oliven betreiben. Spuren ihrer Tatkraft sind bis ins heutige Jordanien zu finden.

Die Neigung der Stadtbewohner für Spiele geht nicht auf den Anfang des 3. Jahrhunderts nach Christus zurück. Ein kleineres römisches, an der Südseite der Stadt (in der nähe des Museums), entdecktes Amphitheater aus dem 1. Jh. vor Christus wurde im schon 1. Jh. nach Christus durch ein neues Amphitheater ersetzt. In diesem Punkt waren die Einwohner Thysdrus’ wie der Rest des Römischen Reichs.

Das Kolosseum von Thysdrus wurde jedoch nie ganz vollendet, so dass dort auch niemals Spiele stattfanden. Die Einwohner von El Jem nutzten es stattdessen, um sich vor den römischen Steuereintreibern zu verbarrikadieren, welche, um dies zu verhindern, eine Seitenfront abrissen. Trotzdem zählt das Amphitheater noch heute zu den besterhaltenen seiner Art und wurde 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

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